Perspektiven für die Finanzierung der Gesundheit

By Thilo Jakob on 20. April 2010 in Gesundheitsökonomie
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Die Gesundheitswirtschaft hat das Potential zur Lokomotive der deutschen Volkswirtschaft zu werden. Voraussetzung dafür ist die Weiterentwicklung des vorhandenen, leistungsstarken Gesundheitswesen zu einem auch effizienten System. Dabei stellt sich die Frage, wie die Gesundheitsausgaben konstant bleiben, gar sinken sollen, wenn bei steigender Lebenserwartung, also auch bei steigender Altersmorbidität und immer aufwendigeren Diagnose- und Therapieverfahren, die Verantwortung für die Erhaltung der Gesundheit im Unklaren bleibt. Die Gesundheitspolitik geht heute davon aus, dass der Patient die Verantwortung für seine Gesundheit und Vorsorge nicht selbst tragen und deshalb auch nicht entscheiden könne, wie viel er für welche Gesundheitsleistungen ausgeben will. Das derzeitige Gesundheitswesen ist in Wirklichkeit ein Krankheitswesen, da ca. 98 Prozent der Finanzmittel dafür verwendet werden, Krankheiten zu erforschen, zu diagnostizieren, zu behandeln und zu verwalten. Behandelt werden vor allem Krankheitssymptome, weniger die Krankheitsursachen. In Zukunft kommt es darauf an, die Rahmenbedingungen so zu verändern, dass nicht mehr die Krankheit, sondern die Gesundheit in einer ganzheitlichen Sicht – körperlich, seelisch, geistig, sozial, ökologisch und spirituell – im Vordergrund steht und die Verantwortung des Einzelnen im Zentrum steht.

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