Positive Fehlerkultur

By Thilo Jakob on 27. Mai 2010 in Allgemein
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Das Zusammenarbeiten vieler Menschen in komplexen Systemen, hohe Arbeitsbelastungen und das Fällen schneller Entscheidungen in Krisensituationen sind beispielhafte Risikokonstellationen, die nicht nur für Berufe in der Gesundheitswirtschaft charakteristisch sind. Das wichtigste Instrument zur Vermeidung von Fehlern ist das gemeinsame Lernen aus Fehlern und Beinahe-Fehlern. Mit einem freiwilligen Meldesystem (Critical Incident Reporting System_CIRS) können Schwachpunkte identifiziert und mögliche Maßnahmen entwickelt werden, um Schadensfolgen und mögliche Wiederholungen von Fehlern und Beinahe-Fehlern zu verhindern. Das Fundament für die erfolgreiche Implementierung dieses Systems ist eine positive Fehlerkultur, in der auch eigene Fehler offen gelegt werden, man sich gegenseitiges Vertrauen schenkt und bewusst die Maske des Perfektseins fallen lässt.

Oft sind es gerade diese die Fuehrungskultur praegenden weichen Faktoren, die einen unmittelbaren und maßgeblichen Einfluss auf harte Faktoren wie Qualitätsstandards, Innovationspotenzial, Produktivität sowie die Wettbewerbsfähigkeit einer Organisation haben. Die Art und Weise, wie Fehler betrachtet und bewertet werden und wie mit Fehlern umgegangen wird, wirkt unabhängig von der Branche zentral auf die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens.

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