Wir müssen Risiken eingehen um das unternehmerische Risiko zu minimieren !

By Thilo Jakob on 22. November 2018 in Allgemein
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Markus Reithwiesner, Holding-Geschäftsführer der Haufe Group

Markus Reithwiesner, Holding-Geschäftsführer der Haufe Group

Unternehmen sind in Zeiten der digitalen Veränderungen enorm gefordert. Fortlaufend müssen sie sich mit dem ökonomischen, technologischen und gesellschaftlichen Wandel auseinandersetzen. Doch wie begegnen wir diesem Veränderungsumfeld in Krankenhäusern ? Auf Einladung von Prof. Dr. Joachim Wölle, Studiendekan im Bereich Gesundheitswesen und Studiengangsleiter BWL – Gesundheitsmanagement in Lörrach stellte Haufe Group-Geschäftsführer Markus Reithwiesner im Kreis von Dozenten der Dualen Hochschule Lörrach auf Schloss Bürgeln dar, dass die Digitalisierung mit einer massiven Veränderung der zukünftigen Arbeitswelt einhergeht und es immer wieder zu Disruptionen kommen wird, bei denen die, die vorher an der Spitze stehen in der Regel nicht mehr die sind, die danach vorne stehen. So hatte beispielsweise das Versandhaus Quelle sein bestes Jahr der Unternehmensgeschichte nur zwei Jahre vor dem Bankrott. Der Visionär Reithwiesner begenet den großen Herausforderungen unserer Zeit mit direkter Einbeziehung seiner Mitarbeiter, Teamwork und Kommunikation. Dabei geht er bewusst große Risiken ein um das unternehmerische Risiko zu minimieren.

Wie sehr sich dieser Prozess beschleunigt erkennt man beim Vergleich unterschiedlicher Technologien und der Zeit, die es gebraucht hat um 50 Millionen Nutzer zu erreichen. So waren es beim Radio 38 Jahre, beim Fensehen 13 Jahre, beim Internet 4 Jahre, beim Apple iPOD 3 Jahre, bei Facebook 2 Jahre und bei Pokemon Go 15 Tage. Dass auch Experten in diesem dynamischen Umfeld oft an Grenzen stoßen zeigt beispielsweise ein Zitat des 1998 mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichneten Preisträgers Paul Krugmann, der zu Beginn des Internets davon überzeugt war, dass diese nicht mehr Einfluss auf die Wirtschaft haben wird als das Faxgerät. Auch für Krankenhäuser sieht Reithwiesner die Notwendigkeit die Strategie konsequent am Patienten auszurichten, flexible Organisationen zu entwickeln und einen neuen Blick auf den Patienten einzunehmen: „Die Vernetzung über Sektorengrenzen hinweg bietet alle Chancen Effizienz und Versorgungsqualität in der Gesundheitswirtschaft weiterzuentwickeln“. Gefragt sind innovative und vor allem umsetzbare Lösungsansätze, die einhergehen mit Optimierung von Prozess- und Organisationsstrukturen und den Menschen mitnehmen.

Zum Abschluss präsentierte Markus Reithwiesner ein Zitat von Papst Franziskus, der im April 2017 zur TED-Konferenz “THE FUTURE YOU” im kanadischen Vancouver zugeschaltet war. Darin rief der Papst die Mächtigen dieser Welt zu mehr Demut auf und mit seiner Offenheit gegenüber der Nutzung von sozialen Medien setzt er ein beispielhaftes Zeichen für den kirchlichen Umgang mit den Möglichkeiten des Internets: „Wie wunderbar wäre es, wenn das Wachstum der Wissenschaft und technologische Innovation mit mehr Gleichheit und sozialer Integration einhergehen würden. Wie wunderbar wäre es, während wir weit entfernte Planeten entdecken, die Bedürfnisse unserer Brüder und Schwestern um uns herum wiederzuentdecken. Wie wunderbar wäre es, wenn Brüderlichkeit, dieses schöne und manchmal unbequeme Wort, nicht nur auf Sozialarbeit begrenzt wäre, sondern stattdessen zur Standardhaltung in Politik, Wirtschaft und bei wissenschaftlichen Entscheidungen, genauso wie in Beziehungen zwischen Menschen und Ländern werden würde.“

Über Markus Reithwiesner, CEO
Markus Reithwiesner, Jahrgang 1962, ist Holding-Geschäftsführer der Haufe Group. In dieser Position ist er gruppenweit verantwortlich für die Bereiche Elektronisches Publizieren, Produktentwicklung, Business Development und Programmentwicklung sowie die Marken Lexware und Haufe. Er kam 1998 als Geschäftsführer zur Lexware GmbH & Co. KG, einem früheren Unternehmen der Haufe Group und ist seit 2005 zusätzlich Mitglied der Geschäftsleitung der Haufe Group. Markus Reithwiesner ist ein ausgewiesener Experte in der IT-Branche – und von Anfang an dabei. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Nürnberg begann er seine Karriere beim Münchner Distributor Computer 2000. Danach wechselte er in die deutsche Niederlassung des amerikanischen Softwareherstellers Intuit. Das Unternehmen machte sich einen Namen mit den Finanzprogrammen Quicken, QuickBooks und QuickSteuer. Bevor Markus Reithwiesner 1998 zu Lexware wechselte war er bei Intuit als Direktor Produktmarketing für die Entwicklung des Europageschäftes verantwortlich. Die Aktivitäten von Intuit in Deutschland wurden 1998 von Lexware übernommen. Markus Reithwiesner ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seine knapp bemessene Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie, klassischer Musik und Lesen.

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